Nina Yuen Lea

Nina Yuen Lea

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Video, 2014, 6:25 min.

Mit dem Video Lea (2014) von Nina Yuen zeigt der HMKV Hartware MedienKunstVerein vom 01. – 30. Juni 2021 dieses poetisch witzige Video aus dem Fokusprogamm des Internationalen Frauen* Film Fest Dortmund+Köln 2021.

Ausgewählt von Betty Schiel (IFFF)

Dieses poetische Video der in Hawaii geborenen Künstlerin Nina Yuen ist ein Animationsfilm im doppelten Sinne, denn hier geht es nicht nur um das Thema Animismus – der Glaube, dass Natur auch eine ‚Anima‘, eine Seele, besitzt, sondern auch um die dem Trickfilm entlehnte Methode der spielerischen Ton-Bild Kombination. Yuen animiert im Wald gefundene Naturobjekte, wie Blätter und Holzstückchen, so dass diese miteinander – und mit uns – zu kommunizieren scheinen. Dabei bedient sie sich einer Reihe von Texten aus ganz unterschiedlichen Quellen: zwei Farne werden zu kämpfenden Dickhornschafen aus einem Naturfilm von David Attenborough, ein Felsbrocken wird zu Zeilen von Deborah Spencer’s Gedicht „Day Bath“ wie ein Kleinkind sanft in den Schlaf gewogen. Im nächsten Abschnitt vereint sich der Wald mit dem Körper der Filmemacherin zu einer erotischen Kartografie der Vereinigten Staaten, wie es die bekannte amerikanische Dichterin Sharon Olds in ihrem Gedicht „Topography“ beschreibt. Das Video endet mit einer surrealen Einstellung von Insekten und den Worten aus „A History of Everything, Including You“ der zeitgenössischen Autorin Jenny Hollowell: „I did not think of heaven, but I saw that the clouds were beautiful and I watched them cover the sun.”

Das Zusammenspiel zwischen den literarischen Zitaten und dem DIY-Look der Waldspiele macht dieses Kunstvideo einfach zugänglich und vielschichtig zugleich.

Dieses Video wird im Rahmen der ersten Online-Ausgabe des Internationalen Frauen* Film Fest Dortmund+Köln 2021 präsentiert. Lea ist auch Teil des Kurzfilmprogramms der Fokussektion, die dieses Jahr unter dem Titel „The Connection: von Pflanzen, Menschen und anderen Tieren“ ein ganz besonderes Gedanken-Experiment wagt: wie wäre es, wenn wir nicht den Menschen in den Mittelpunkt des Seins stellen, sondern von einem Netzwerk, der ‚Connection‘, ausgehen, das uns als Teil eines lebendigen Beziehungsgeflechts versteht. In diesem Programm kommt Donna Haraway zu Wort, ebenso wie die Termiten von Los Angeles, Wölfe und Kräuter, Vögel, Landschaften und jeden Menge Tomatenpflanzen. Das von Betty Schiel kuratierte Programm bietet fantastische Bilder, die uns umdenken lassen.

FestivalSchauFenster: Während der Festivalwoche (15.-20. Juni 2021) können Sie Filme aus dem Fokusprogramm im Dortmunder Schaufenstern entdecken.


Nina Yuen erwarb einen Master of Fine Arts am Bard College und einen B.A. an der Harvard University. 2010 absolvierte sie eine Residenz an der Rijksakademie, Amsterdam. Yuen verschmilzt in ihren Videos Persönliches mit Universellem. Ihre Arbeiten waren Bestandteil zahlreicher Gruppenausstellungen und wurden unter anderem in Kunstinstitutionen in Amsterdam, New York und Oslo gezeigt sowie bei Filmfestivals wie dem New Media Festival in Seoul und dem Rotterdam Film Festival.

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